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So etwas hat es lange nicht mehr in Hamburg gegeben. Die halbe Strecke zum Hauptbahnhof reicht die Schlange, die an diesem Donnerstagabend den Weg zur Markthalle gefunden hat. Die Besucher nehmen's trotz der noch kühlen Temperaturen gelassen und vertreiben sich die rund 30minütige Wartezeit mit dem Austausch diverser Anekdoten ihrer Anhängerschaft. VNV Nation haben ihr 'Volk' zur Treue verpflichtet - und tun es ihm gleich. Dass ausgerechnet die Hansestadt zum Auftakt einer Tour, die sie anschließend durch halb Europa und die USA führen soll, gewählt wurde, darf getrost als Dankeschön an die deutsche FanNation verstanden werden. Und während sich diese noch im Foyer bei kühlem Bier aufwärmt, meistern in der großen Halle bereits DIORAMA und SOMAN ihr Vorprogramm. Zwei Vorbands? Damit sind die Veranstalter vielleicht etwas über das Ziel hinausgeschossen. Denn als man sich gegen 22.30 in die mittlerweile zum Bersten gefüllte Halle begibt, wird die Geduld ein weiteres Mal auf die Probe gestellt. Was soll das? Honour for Hartz IV? Zu eifrig pluckernden Kraftwerk-Remixen stimmen Ronan Harris und Mark Jackson auf das erste Konzert der „Formation-Tour" ein. Selbst das Bühnenbild erinnert mit drei Videowänden und Laptops (wobei Sony Vario glücklicherweise gegen Apple austauscht wurde) an die Düsseldorfer Überväter. Intro ertönt und Ronan, Mark sowie zwei Keyboarder betreten unter frenetischem Applaus die Bühne. Kaum haben sich Mark hinter den E-Drums aufgestellt und Ronan die ersten Zeilen gesungen, befindet sich das Publikum in Ekstase Einen besseren Tourauftakt hätten die Jungs nicht wählen können, absolviert der Sänger und Markthallen-Stammgast in diesem Haus doch ein souveränes Heimspiel. Und so lässt es sich Ronan auch nicht nehmen, nach jedem Song das Gespräch mit den Fans zu suchen. Er begrüßt viele alte Bekannte aus München, Hannover oder Magdeburg, die alle den Weg zum Tourstart auf sich genommen haben, plaudert scherzend über Autobahn-Verhältnisse und glänzt mit seinen inzwischen sehr gereiften Deutschkenntnissen. "Hamburg, give me your Hands Further" wird zur Hymne für die Fans, katapultiert die Stimmung zu einem weiteren Höhepunkt und lässt den Schweiß von der Decke tropfen. Es reiht sich ein Partykracher nach dem nächsten in die actiongeladene Show, deren Ausdruckskraft durch Videoeinspielungen via Monitorwand untermauert wird. Dass bei soviel Stimmung die persönliche Note nicht zu kurz kommen muss, haben VNV Nation immer wieder bewiesen. Und so bilden die vielen Balladen auch diesmal wieder willkommene Ruhepunkte. Eine von ihnen, „Endless Skies", von der bis dato noch nicht veröffentlichten fünften CD „Matter And Form", wird denn auch mit Wunderkerzen und begeistertem Applaus honoriert. Ronan wirkt sichtlich gerührt - und führt mit der Single „Chrome" die Albumpräsentation fort. Nach rund zwei Stunden und einem nicht enden wollenden Zugabenblock werden die Fans schließlich überglücklich - und todmüde - in die Nacht entlassen. Dann, kurz vor 23.00 Uhr geht das Licht aus, ein dunkel grollendes
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