orkus september 2009 - konzertbericht
köln - tanzbrunnen
diorama - amphi festival - 19.07.09

14.55 Uhr

Ungeachtet der Tatsache, dass es in der Vergangenheit recht still um sie geworden war, schafften es Diorama, am Sonntag eine kleine Amphi-Völkerwanderung auszulösen. Eventuell hatten viele gehört, dass die Süddeutschen an einer neuen CD sitzen, und pilgerten deshalb erwartungsfroh zur Hauptbühne. Doch nicht allein die Hoffnung auf einen Vorgeschmack auf Cubed konnte Ursache für einen derartigen Ansturm sein; der dem sympathischen Quartett inzwischen vorauseilende Ruf als exzellenter Live-Act wirkte wohl ergänzend als Magnet. So war die Freude am Tanzbrunnen groß, als zunächst Felix Marc, Sash Fiddler und Marquess ihre jeweiligen Plätze aufsuchten, bevor mit kleiner Verzögerung Torben Wendt heranstürmte, um das Publikum mit Kein Mord für sich in Beschlag zu nehmen. Da gab es kein Zaudern, kein Warmwerden miteinander oder sonst ein Zurückhalten, Diorama waren von Sekunde eins an präsent. Ob Why, Advance, SaidBut True, The Girls, Synthesize Me oder die beiden brandaktuellen Stücke Acid Trip und Apocalypse, die Band lebte ihre Musik und stellte auf die Weise eine Nähe her, die zwar für kleine Clubtouren charakteristisch sein mag, auf Festivals hingegen oftmals nicht zu finden ist. Es kam also nicht von ungefähr, dass nach 50 Minuten nicht nur die vier tief Luft holen mussten, sondern ein erschöpftes, aber überwältigtes "Uff" aus allen Ecken und Enden ertönte.


text: kl

quelle pressebericht: orkus - september 2009 orkus magazin diorama

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