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Leichte Verwirrung steht mir ins Gesicht geschrieben - keine Ablehnung, aber Verwirrung. Wo in der jüngeren Vergangenheit Verletzlich- und Zerbrechlichkeit zu finden waren, ist der Wind lauer geworden. Das die Reutlinger Diorama diese Richtung mit ihrem frischen Album ansteuern konnten, zeichnete sich bereits auf dem Vorboten Synthesize Me ob. Dass der Schritt jedoch in dieser Deutlichkeit vollzogen würde, war nicht unbedingt zu erwarten. Daher überraschen die harschen Töne, die zeitweilig auf A Different Life angeschlagen werden, einigermaßen, tun dies allerdings mit jedem neuen Hören auf immer schönere Weise. Natürlich ist es ungewöhnlich, Stücke wie Screenface mit seinem verzerrten Gesang, das sehr cluborientierte Why oder das fast noisige Sands von Torben Wendt & Co. kredenzt zu bekommen, aber schlicht und ergreifend: Die Lieder sind einfach gut! Zudem knüpfen Titel wie Burning Out oder Definition Power direkt an Amaroid an, sodass die Brücke zu früheren Werken nicht zerstört wurde, sondern man darüber hinaus und seinen Weg weitergegangen ist. Dieser enorm spannenden und gelungenen Entwicklung sowie dem dahinter- steckenden Wagemut kann man nur Respekt zollen. Diorama zeigen wieder einmal, dass sie ihre Sache mit ganzem Herzen machen.
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Text: Kristina Lagemann
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