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Auf's erste Ohr wirkt das nunmehr sechste Studioalbum aus dem Kuckkasten unauffällig. Auch auf das zweite Ohr drängt sich kein "Hit" auf, wenngleich die Single „Synthesize Me" zweifellos gut gewählt ist. Weiterhin findet man elektronisch-melancholische und dennoch tanzbare Songs, doch insbesondere im Vergleich zum viel verschachtelteren Vorgänger „Amaroid" fassen die Songs hinter dem sehr homogenen Ersteindruck erst allmählich ihre Eigenarten erkennen. Das, obwohl alles weniger kompliziert strukturiert ist als zuletzt: Nüchterner, prosaischer, weniger poetisch. Obwohl Torben und seine Mitstreiter die Songs mehr auf das Wesentliche reduziert und komprimiert haben. Das scheint ein Widerspruch zu sein und offenbart sich nach mehrmaligem Hören als Alternative. Da passt der Titel, und „A Different Life" gibt sich als - immerhin knapp 80-minütiger!-Gegenentwurf in 13 (ei-gentlich 14) Songs zu erkennen. Wer bis zu dieser Erkenntnis gelangt, kommt zu einer weiteren: Was nutzt mir ein Album, das mir beim ersten Hören die Ohren wegbläst, nach dem dritten Hören aber im Regal verstaubt, weil es nichts mehr zu entdecken bietet? Eine Alternative mit längerer Halbwertszeit heißt „A Different Life".
text: Jan Schwarz
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