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In Zeiten der musikalischen Konformität, in der jegliches Risiko, jede Eigenwilligkeit oft gescheut wird, erscheint eine Platte wie „A Different Life" wie ein Licht im Dunkeln. Tatsächlich muss man sich an die Helligkeit, muss sich also das Ohr erst wieder an einen so markanten Stil gewöhnen. Diorama machen es dem Hörer auch nicht einfach. Die erste Hürde heißt „Screenface", eine psychopathische Kakophonie gleich zu Beginn des Albums - grell, laut, beklemmend und: phantastisch. Was danach folgt, kann man nur mit dem ungewöhnlichen Wort Hörmusik beschreiben. Es ist Musik, die fesselt, fordert, gibt. Musik, die gehört werden will, die es wert ist, bewusst gehört zu werden. Kein Geplänkel für nebenbei. Stilistisch ist die Formation um Torben Wendt längst im eigenen Mikrokosmos angekommen, der seine Grenzen zwischen Electro, Pop und vielleicht sogar Avantgarde hat und den es in dieser Ausprägung kein zweites Mal gibt. Damit zählen Diorama zu den wenigen wirklich einzigartigen und anspruchsvollen Bands in der Szenerie, denen ich mit absoluter Hochachtung begegne.
text: Deckard
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