|
Aus dem Dunstkreis von Diary of Dreams entstanden, hat sich dieses Projekt spätestens mit seinem zweiten Longplayer "Her Liquid Arms" nicht nur in die Oberliga der Dark Wave/Electro-Szene, sondern auch in die Herzen der Hörer gespielt. Zwei Jahre nach Dioramas letztem Album "The Art Of Creating Confusiong Spirits" hat das Warten der Fangemeinde endlich ein Ende: "Amaroid" erscheint und beinhaltet immer noch den typischen, leicht melancholischen Diorama-Sound, ohne aber sich selbst zu kopieren. Das liegt vielleicht auch daran, dass aus dem ehemaligen Ein-Mann-Projekt um Torben Wendt nun ein Quartett geworden ist, was die musikalische Vielfalt weiter belebt hat. Besonders das gesangliche Zusammenspiel zwischen Torben und Keyboarder Felix Marc wurde erfolgreich ausgebaut. "Amaroid" verfügt über alles, was das Herz begehrt. Von schnelleren, tanzbaren Nummern wie den musikalisch und textlixh sehr eingängigen "The Girls" und "Prozac Junkies" bis hin zu sehr ruhigen und emotionalen Stücken wie "Helmets Down" und dem wunderschönen "Unzerstört". Insgesamt ist "Amaroid" wohl das reifste Werk von Diorama, die sich damit sehr erfolgreich zurückmelden.
text: Daniel Dreßler
|