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Es ist schon eine sehr spannende und bewegende Entwicklung, die der Reutlinger Act Diorama macht: Nach eingängigen Cluberfolgen wie "Advance" oder kantigen Experimenten wie "Klarheit" zieht man sich von den Vorgängeralben zurück, um mit "Amaroid" ein viertes Werk vorzulegen, das einen ganz eigenen Klangkosmos schafft und sich weder um künstliche Beliebtheit bei der Masse, noch um überbetonte Individualität zu scheren scheint. "Amaroid" ist mit einer introvertierten Offenheit ausgestattet, die den Hörer einlädt, aber nicht bemuttert: Starke Melodien treffen auf psychedelisch anmutende Sounds und machen so Songs wie "The Girls" oder "Prozac Junkies" einerseits zwar interessant für den Club, aber nicht auf eine Art und Weise, die um Aufmerksamkeit feilscht. Besonders stark sind die Momente, die den Charme von "Her Liquid Eyes" heraufbeschwören: "Someone Dies", "Random Starlight" oder eben die starke Ballade "Helmets Down". Ein Album, bei dem man wirklich die Zeit vergessen oder Space-Night-Bilder mit neuer Vertonung genießen kann - ein Bouquet faszinierender Sounds und ein gesanglich selnstbewusster Torben Wendt, der mit fast Bowie-artiger Erotik und Hypnose ans Werk geht.
text: Medusa
- Nicht ganz so pathetisch und theatralisch, dafür aber erdiger Pianoakustik verbunden und die Kraft aus der in sich ruhenden Stärke zehrend zeigen Diorama erneut ihren eigenen Geist, seelenverwandt mit Labelkollegen Diary of Dreams. (8,0)
- Verzaubern die Damenwelt immer noch mit angenehm leichtverdualicher Electro- wave-Kost mit dem besoonderen Schuss Herbsttagsromantik, die aus einem grauen Novembermontag einen goldenen Oktobersonntag macht. (6,0)
- Auf dem neuen Album finden sich, wie man es von Diorama bereits kennt, viele Midtempo-Darkwave-Stücke, darunter auch zwei schöne Balladen. Alles in Allem anspruchsvoller und ästhetischer Electro. (8,0)
- Mitunter ganz nett anmutende elektrokompositionen, die jedoch über das Prädikat "anständiges Mittelmaß" nicht hinaus gehen. (5,5)
- Den beeindruckenden, stillen, traurigen Passagen stehen mir etwas zu oft Parts allzu flockig-schmalbrüstiger Belanglosigkeit gegenüber. Immerhin: Atmosphäre kriecht zurück in die Szene. (6,0)
- Man kann den Bandnamen und diese Album vor- und rückwärts lesen bzw. hören, wie man will - am Ende springt nicht viel mehr als eine unrunde Mixtur aus melodiösem Synthie-Pop und krachigen Electro-Fetzen raus. Ratlosigkeit allerorten. (6,0)
- Der Titel mit gespiegeltem Bandnamen ließ vermuten, dass der Reutlinger Män- nerVierer mit etwas völlig Unerwartetem aus der langen Pause zurückkehrt. Es bleibt aber bei der probaten, schönen Klangwendung tiefer Traurigkeit. (6,5)
- Wenn Amaroid Diorama rückwärts ist, dann meint das so viel wie hinter die Kulissen blicken, oder? Wie auch immer, so behutsam und gleichzeitig einnehmend und fesselnd geht nur Torben Wendt mit elektronischen Klangerzeugern vor. (7,0)
- Rundes Album aus der zweiten Liga, auf das sich Freunde harmlosen Elektropops bestimmt problemlos einigen können. (5,0)
- Ein beeindruckendes Werk, das psychedelische Momente mit sensiblem Elektro zu verbinden weiß - ein neuartiger Klangkosmos. (9,5)
text: autoren nicht bekannt
quelle magazin-rezension: sonic seducer - April 2005 
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