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Es ist schon eine sehr spannende und bewegende Entwicklung, die der Reutlinger Act Diorama macht: Nach eingängigen Cluberfolgen wie "Advance" oder kantigen Experimenten wie "Klarheit" zieht man sich von den Vorgängeralben zurück, um mit "Amaroid" ein viertes Werk vorzulegen, das einen ganz eigenen Klangkosmos schafft und sich weder um künstliche Beliebtheit bei der Masse, noch um überbetonte Individualität zu scheren scheint. "Amaroid" ist mit einer introvertierten Offenheit ausgestattet, die den Hörer einlädt, aber nicht bemuttert: Starke Melodien treffen auf psychedelisch anmutende Sounds und machen so Songs wie "The Girls" oder "Prozac Junkies" einerseits zwar interessant für den Club, aber nicht auf eine Art und Weise, die um Aufmerksamkeit feilscht. Besonders stark sind die Momente, die den Charme von "Her Liquid Eyes" heraufbeschwören: "Someone Dies", "Random Starlight" oder eben die starke Ballade "Helmets Down". Ein Album, bei dem man wirklich die Zeit vergessen oder Space-Night-Bilder mit neuer Vertonung genießen kann - ein Bouquet faszinierender Sounds und ein gesanglich selnstbewusster Torben Wendt, der mit fast Bowie-artiger Erotik und Hypnose ans Werk geht.
text: Medusa
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