DIORAMA - her liquid arms

orkus magazin

Nach dem erfolgreichen Debut "Pale" legen Diorama jetzt nach. "Her Liquid Arms" heißt das neue Werk und weiß mit sanfter Weiterentwicklung des bereits eingeschlagenen Elektronik-Wave-Stiles zu gefallen. Ein bilderreiches, sphärisch-dichtes Album ist "Her Liquid Arms" geworden, manchmal wuchtig, druckvoll, meist aber von einfühlsamen Keyboardklängen getragen und mit der Grundstimmung unterschwelligen Weltschmerzes versehen, dieserArt leichter Traurigkeit, die doch unser aller Herzen umklammert, oft unkonkret, nicht fassbar, aber letzen Endes nicht zu leugnen. Anspieltipp dafür: "Advance". Trotzdem wurden auch die Tanzwütigen unter euch nicht vergessen, herausragend hier das rhytmische "E Minor", bei dem ich selbst einfach nicht still halten kann. Und mögen beim Hören der Platte auch wiederum Assoziationen zu Diary of Dreams in Kombination mit Black und einer leichten Prise Depeche Mode aufkommen, so bleibt "Her Liquid Arms" für alle unvoreingenommenen Liebhaber des melancholischen Wave das, was es ist: ein schönes, elegantes Album, welches man gern zu (fast) jeder Gelegenheit hören mag. (8,5)

text: Axel Schön

quelle presse-rezension: Orkus - Mai 2001

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