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Schon mit dem ersten Stück der neuen Scheibe zeigt das Trio, wo es seine musikalischen Schwerpunkte setzt: auf Emotionalität und textlichen Tiefgang. So reißt "Velocity" mit rasender Geschwindigkeit die Gefühle in einen Rausch aus Melancholie, Sehnsucht und Tragik. Von der süßen Schwere der Musik gepackt, wird man mit den Knien in den Schlamm gepresst, da setzt mit einem Male ein endloser Regen ein und kühle Winde umspielen den durchtränkten Leib. Um hier nicht in auswegloser, lieblicher Depression zu versinken, wechseln sich die düsteren Stücke immer wieder mit eingängigeren Songs ab, lassen die Seele wieder ein wenig aufatmen und gewähren Raum, über das Gehörte zu reflektieren. In kitschige Weinerlichkeit rutscht man zum Glück nicht ab, wenngleich man bei "Brainwashed" die Kurve nur gerade so gekriegt hat. Und immer sind die Lieder nicht bloß zum Träumen geeignet, sondern können auch auf der Tanzfläche problemlos Verwendung finden. Gerade der prägnante Gesang gibt Diorama einen besonderen und unverwechselbaren Charakter. Wer nicht auf solch melancholische Kost steht, sollte trotzdem mal in "Forgotten" und "A few days off" hineinhören, vielleicht stimmt ihn das um?! (9)
text: Peter Sailer
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