zillo - The Art of Creating Confused Spirits - diorama

Der endgültige Durchbruch und damit ein größeres Maß an Aufmerksamkeit gelang der süddeutschen Formation Diorama um Frontmann Torben Wendt erst mit ihrem letztjährigen und immer noch aktuellen Hit "Advance". Mit solchen Meriten lässt es sich umso befreiter musizieren und das merkt man dem neuen, dem dritten Diorama-Album auch spürbar an. "The Art Of Creating Confusing Spirits" ist weder zwanghaft darauf aus, einen "Advance" Nachfolger auszuspucken noch, sich in einer bestimmten Nische zu etablieren. Vielmehr ist "The Art Of Creating Confusing Spirits" ein feines Stück synthetischer Musik, das aber ebenso mit akustischen Intrumenten aufwartet, das mit Wave- ebenso wie mit Electro-Elementen spielt. Gemein ist den einzelnen Songs des Longplayers lediglich eines: Die melancholische Grundausrichtung und das damit verbundene Erzeugen einer bedrückenden, gleichzeitig aber auch wohligen Stimmung. So haben Torben Wendt und siene beiden Mitstreiter letztlich ein Album erschaffen, das hintergründig voller Gegensätze steckt, vordergründig aber einen absoluten Einklang der Töne und Gefühle ausstrahlt.

text: Marc Urban

quelle magazin-rezension: Zillo - Dezember 2002 zillo magazin



- Mit diesem Album legen Diorama ihr Reifezeugnis ab und zeigen, dass "Her Liquid Arms" keine Eintagsfliege war. Tiefenwirkung garantiert! (9,0)

- Erwartungsgemäß vielschichtiges Wave-Pop-Album mit komplex- en Rhythmen, gewohnt einschmeichelnden Vocals und sanften Grooves zwischen Club-Appeal und melancholischen Träumereien. (8,0)

- Textlich, musikalisch, emotional und produktionstechnisch mal wieder vom Allerfeinsten. Das hochkarätige Tour-Package mit Diary of Dreams sollte niemand verpassen! (7,0)

- Offenbar bin ich nicht in Electrostimmung heute. Die Parts-Sounds, Samples - gefallen mir gut, aber ein bisschen mehr Abwechslung wär schön, gerade in den Vocal-Lines. Produktion ist klasse! (6,0)

- Ohne den Weichspülergesang hätten die melancholisch bis be- drohlichen Electro-Soundscapes Filmmusikpotenzial. Mit Gesäusel geht die Atmosphäre etwas flöten, aber als Valium-Alternative ganz o.k. (5,0)

- Torben (be-)zaubert wieder, und das Ergebnis ist mein per- sönlicher Fav des Monats: Intelligente und sensible Klänge in abwechslungsreichem Elektrogewand. (10)

- Äußerst vielschichtige Mischung aus Future- und Synthpop, die manchmal sogar an Bowie erinnert und mächtig powernde Ohrwürmer aufbietet. Echt klasse! (8,0)

- Bezauberndes Electro-Wave-Album, das von Melancholie und eingängigen Melodien lebt. Bestens für einen netten Abend zu zweit geeignet. (8,0)

- Die Diorama-Scheibe mag ich ganz gern leiden. Ist aber auf die volle Länge gesehen etwas eintönig. (6,0)


text: autoren nicht bekannt

quelle magazin-rezension: Zillo - November 2002 zillo magazin

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