DIORAMA - amaroid

Odyssee ins .... nein, NICHT Vakuum!

Nach einer 2jährigen Kreativpause, die eigentlich eher das genaue Gegenteil war, legen Torben Wendt und seine Mitstreiter mit Amaroid ein Album vor, das seinesgleichen sucht.
Man kann es nicht wirklich mit den Vorgängeralben vergleichen und doch ist es typisch Diorama - warm, melancholisch bis traurig, ruhig, eingängig und tanzbar, mit verhaltener und gleichzeitig enormer Kraft, die sich aber nicht durch erhöhtes Tempo zeigt. Die Band zeigt mit diesem Werk wieder einmal ihre Wandlungs- und Entwicklungsfähigkeit, gepaart mit ungebrochener Experimentierfreude, die ja auch schon das vorherige Werk auszeichnete. Auf Amaroid ist ein wenig mehr Gitarre zu hören (das Trio ist inzwischen zum Quartett geworden) und beim Gesang bekommt Torben Unterstützung von Felix Marc, wobei die beiden Stimmen sehr gut harmonieren.
Nach dem schon höchst interessanten Opener "logic friends" erstaunt uns ein fast aggressives "the girls" - gefolgt von 2 der schönsten Balladen, die Diorama je geschrieben haben. Danach wird es wieder tanzbar und clubtauglich, man kann aber auch einfach die Gedanken schweifen lassen und sich in ferne Welten träumen. Mit dem tiefgehenden deutschsprachigen "unzerstört" erreicht die Platte einen weiteren Höhepunkt, bevor man sich mit "champagne for all" auf eine "odyssey into the vacuum" begibt. Zum Abschluß gibt es noch einmal Kopfkino pur mit dem fast instrumentalen "two boats".
Alles in allem beeindruckende und abwechslungsreiche 70 Minuten - schlichtweg genial!

text: biggi

quelle online-rezension: amazon.de - april 2005

bitte schreiben sie uns, falls unsere autoren- oder quellenangabe nicht zutrifft!
hinweis zum copyright: siehe disclaimer - Urheber- und Kennzeichenrecht.


drucken             home             zurück