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Das Projekt ist eine der interessantesten Erscheinungen in der Electro und Wave Landschaft. Torben Wendt, seines Zeichens Mastermind dieser Formation, hat schon früher mit einer Mischung aus Tanzbarkeit und Melancholie etwas geschaffen, was anfangs noch eher an Diary Of Dreams, aber jetzt sehr eigenständig ist. Das vierte Album „Amaroid“ bietet wieder genialen Sound, den man einfach nur lieben kann. Nicht nur musikalisch, sondern auch textlich werden hohe Ansprüche gestellt. Es scheint so, dass Diorama auf „Amaroid“ noch etwas stilsicherer geworden ist, ohne aber dabei Gefahr läuft sich selbst zu reproduzieren. Mit „Logic Friends“ geht der Hörer auf eine akustische Reise, voll von Schmerz, Trauer, Niedergeschlagenheit und dennoch keimt irgendwo am Ende ein kleines bisschen Hoffnung auf. Diese Form der leichten Melancholie hat kaum eine andere Band wie Diorama so verinnerlicht. Während „Prozac Junkies“, „Friends We Used To Know“ und „The Girls“ wieder stilvolles Clubfutter bietet, sind auf der anderen Seite auch Balladen zu hören, die so traurig und zerbrechlich wie nur möglich sind. „Helmets Down“ oder das wunderbare „Unzerstört“ wäre da zu nennen. „Amaroid“ strotzt nur so von tollen Ideen und das lange Warten hat sich in dem Fall wirklich gelohnt!
Wertung: 6 von 6
"CD des Monats" Mai 2005
text: Nuuc
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